Wie kann ich mich vor einer Lohnpfändung schützen?

Könnten Sie sich vorstellen Privatinsolvenz anzumelden?
👍 Ja, habe ich vor
49%
💡 Bin unsicher wegen dem Verfahren
22%
👎 Nein, kommt nicht in Frage
30%
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Einen Schutz vor der Lohnpfändung gibt es nicht, allerdings gibt es verschiedene Wege, sie wieder aufzuheben.

Ein Gläubiger kann bei einem Schuldner eine Lohnpfändung vornehmen lassen. Dafür braucht er einen Vollstreckungsbescheid vom Gericht. Anders als bei der Kontopfändung wendet er sich mit dem Vollstreckungsbescheid aber nicht an die Bank, sondern an den Arbeitgeber des Schuldners. Diesen fordert er auf, den pfändbaren Teil des Lohns nicht an den Arbeitnehmer (also den Schuldner) auszuzahlen, sondern an ihn, den Gläubiger.

Muss der Arbeitgeber die Lohnpfändung unterstützen?

Ja, der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Lohnpfändung vorzunehmen. Er wird zum sogenannten Drittschuldner, muss also den Teil des Einkommens, der pfändbar ist, an den Gläubiger auszahlen. Er ist auch verpflichtet, dem Gläubiger Auskunft über die Höhe des Lohns zu geben, den der Schuldner erhält.

Hinweis: Der Lohn kann grundsätzlich nur anteilig gepfändet werden!

Wie hoch ist der pfändbare Betrag?

Würden Sie ein Online-Angebot zur Entschuldung nutzen?
👍 Ja, ohne Vorbehalte
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👌 Ja, mir ist Diskretion wichtig
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👎 Nein, der persönliche Kontakt ist mir wichtig
26%
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Bei der Lohnpfändung wird nicht das komplette Einkommen gepfändet – Sie als Schuldner sollen genug Geld zum Leben behalten. Der Grundfreibetrag, der Ihnen zusteht, liegt (Stand April 2022) bei 1.260 Euro. Allerdings kommen weitere Summen hinzu, wenn Sie zum Beispiel Unterhalt zahlen. Die Höhe des pfändbaren Betrags können Sie der aktuellen Pfändungstabelle entnehmen. Es ist Aufgabe Ihres Arbeitgebers herauszufinden, welcher Teil Ihres Lohns pfändbar ist, und dem Gläubiger die richtige Summe zu überweisen.

Warum gibt es die Lohnpfändung?

Für Schuldner kann es sehr unangenehm sein, wenn der Arbeitgeber von den Schulden erfährt und dann auch noch in die Pfändung verwickelt wird. Dennoch kommt eine Lohnpfändung relativ häufig vor. Das hängt mit den Vorteilen für die Gläubiger zusammen:

  • Mit einem vollstreckbaren Titel haben sie das Recht, Auskünfte über den Arbeitgeber einzuholen, falls sie ihn noch nicht kennen.
  • Sie müssen sich nicht mit dem Schuldner selbst auseinandersetzen, mit dem es vielleicht schon unschöne Szenen gegeben hat, sondern mit dessen Arbeitgeber.
  • Der Lohn für die Arbeit ist ein regelmäßig wiederkehrendes Einkommen, die Pfändung sorgt also zuverlässig für einen Abtrag der Schulden.

Wie kann ich eine Lohnpfändung umgehen?

Wenn Sie die Benachrichtigung erhalten, dass Ihr Lohn gepfändet wird, können Sie Kontakt zu dem Gläubiger aufnehmen. Schlagen Sie ihm zum Beispiel vor, dass Sie Ihre Schulden in Raten abbezahlen. Er muss darauf nicht eingehen, aber manche Gläubiger tun das.

In einem solchen Fall würde der Gläubiger Ihrem Arbeitgeber Bescheid sagen, dass er die Lohnpfändung aussetzt, solange Sie die Raten bezahlen. Bleiben Sie allerdings das Geld schuldig, läuft die Lohnpfändung weiter wie zuvor.

Sie können außerdem auch Privatinsolvenz anmelden, allerdings verhindert das die Lohnpfändung nicht. Tun Sie das, meldet sich Ihr Insolvenzverwalter bei Ihrem Arbeitgeber und informiert sich über die Höhe Ihres Einkommens, um die monatlich pfändbare Summe zu ermitteln.

Wann endet die Lohnpfändung?

Die Pfändung Ihres Lohns geht dann automatisch zu Ende, wenn Sie Ihre Schulden bei dem Gläubiger bezahlt haben, der sie in Gang gesetzt hat.

Ist eine Lohnpfändung ein Kündigungsgrund?

Viele Arbeitnehmer haben Angst davor, wie ihr Arbeitgeber auf eine Lohnpfändung reagiert. Diese Angst ist aber unbegründet: Eine Lohnpfändung ist kein Kündigungsgrund.

Wer beantwortet meine Fragen zur Lohnpfändung?

Wenn Ihnen etwas unklar geblieben ist oder Sie weitere Fragen zur Lohnpfändung oder zur Höhe der pfändbaren Beträge haben, melden Sie sich einfach bei uns: Wir helfen Ihnen gern weiter.


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